Braunegg

Auszug aus "Heimatkunde des Bezirkes Pöggstall"

von 1928:

Am Südrande des zum Tale von Pöggstall steil und zerklüftet abfallenden Hochlandes von Ottenschlag gelegen, etwa 850m Seehöhe. Der Name, 1140 Brandecha geheißen, bedeutet einen Bergvorsprung, der durch Abbrennen gerodet wurde. Zuerst wird der Ort bei Bestimmung der Grenzen der Pfarre Martinsberg genannt. Das Stift Melk hatte 1290 in Prantek ein Lehen. Die Herren von Streitwiesen erscheinen 1331 hier begütert. Das Stift Melk vertauschte hießigen Besitz 1456 an Erhard von Zelking, der vom Landesfürsten sich damit belehnen ließ. Ein Teil der Ortschaft kam mit dem Amte Kirchschlag an die Herrschaft von Ottenschlag, mußte aber 1569 durch Gerichtsspruch dem Herrn vom Zelking zurückgegeben werden. Um 1584 hatten die Rogendorfer auf Pöggstall hier 15 Holden. Schließlich wurde es der Herrschaft Gutenbrunn zugeteilt. Die Kappelle erbaute die Gemeinde 1871, die Kaiserin Karolina Augusta spendete dazu eine Glocke. Seit 1899 werde hier auch Messen gelesen und 1903 wurde ein Altar aufgestellt, den Rudolf Nußbaum gespendet hat. Da die Glocke abgeliefert wurde widmete ein Wohltäter eine Glocke aus dem 14 Jahrhundert, die in gotischen Majuskeln die Namen Maria und der heiligen Dreikönige enthält. Die Volkschule wurde 1873 errichtet. J etzt gehören wir zur Gemeinde Raxendorf und es gibt keine Volkschule mehr, dafür aber eine Caritas Werkstatt für Menschen mit besondere Bedürfnissen. Er gab auch mal einen Schilift im Ort (1968-1986) Seit 2017 gibts in Braunegg eine barrierefreie Aussichtsplattform.
© Mayer Erhard 2019, 2020

Kirtag

Erster Oktobersonntag = Kirtag in Braunegg. Feuerwehr Weitere Erlebnistage sind das Pfingstfest der Freiwilligen Feuerwehr und das Sonnwendfeuer der Dorferneuerung.
Braunegger-Hof
Gasthof Fam. Mayer - Braunegg / Waldviertel